Die Bardoschule und das Meer - Klassenfahrt der H9b und R9c

Die Bardoschule und dasMeer

Autor: Alexander Kliche

Aufgrund von Corona waren viele Klassenfahrten im letzten Schuljahr unmöglich. Daher wurde die Fahrt nach Cuxhaven von der H9b und R9c mit Spannungerwartet.Cuxhaven liegt direkt am Meer, wodurch sich die Gelegenheitzueiner Wattwanderung bot. Bei Ebbe zieht sich das Meer Kilometer weit zurückund wir konnten (fast) trocknen Fußes Boden betreten, der kurze Zeit zuvor noch meterhoch mit Meerwasser bedeckt war. Mit Hilfe einheimischer Führergelang es uns die Vielfalt an Lebenzuent-decken, die noch im Schlamm verborgen war.

DieSchülerInnen derR9c erwiesensich dabei alsfleißige Sammler undbescherten der Biologiesammlung der Bardo-schule unzählige Muschelschalen frisch aus dem Meer. Ein herzlicher Dank dafür von Herrn Kliche!Wir wanderten immer weiter ins Meer hinein bis an den Rand der zunehmenden Flut. Wo man wenige Minuten zuvor seinen Fuß auf lediglich feuchten Sand setzen konnte, stand man kurz danachbereits bis zu den Knien im Wasser. Wie schnell Ebbe und Flut wechseln,muss man unbedingt einmal erlebt haben!Davon wurden leider auch zwei SchülerInnen überrascht, die ihre Smart-phones verloren.Das Meer gab sie nicht wieder her.

Am nächsten Tag ging es zum Klimahaus nach Bremerhaven. Die Verhaltensregeln wurden uns bereits beim Ortseingang bekannt gegeben: Das Klimahaus bietet einen beeindruckendenRundgang durch die Klimazonen der Erde.Dieser kann mit allen Sinnen erlebt werden. Zum Beispiel liegt die Temperatur im Raum Arktis tatsächlich unter 0 °C.Ebenso spaßig war eine Wanderung über Hängebrücken und das Hüpfen über Steine,um einen Fluss zu überqueren. Auchdie Begegnung mit der Tierwelt der jeweiligen Klimazone wurde uns ermöglicht:

Als besonders beeindruckend empfanden viele SchülerInnen und Lehrkräfte den Sternenhimmel ohne Lichtverschmutzung, also ohne die künstliche Beleuchtung durch den Menschen:Ein wahrhaft magischer Anblick!Insbesondere, wenn man bedenkt, dass die meisten Menschen, einschließlich der SchülerInnen, den Nachthimmel wohl noch nie so erlebt haben.Am letzten Tag der Klassenfahrt sollte ein Schiffsaus-flug zu einer Seehundbank stattfinden.Die monate-lange akribische Planungder KlassenlehrerInnen(Frau Hönig, Frau Merz und Herr Brehl) wurde hier innerhalb kürzester Zeit über den Haufen geworfen, dadas Wetter den Ausflug nicht zuließ. Es konnte kein Schiff ablegen! Was macht man nun in einer fremden Stadt mit zwei vollen Klassen, die unterhalten werden wollen? Nun, wir haben eine Möglichkeit gefunden: LaserTag!Eine neue Erfahrungfür viele SchülerInnen war sicherlich auch, dass sie mehrere Stunden im Wachzustand ohne ihr Smartphone überlebensfähig sind. Die Smartphones wurden nämlich jeden Abend von den Lehrkräften eingezogen. Stattdessen wurden Spieleabende in größerer Gruppe veranstaltet oder man sah sich Cuxhaven bei Nacht an. Erfreulich war auch, dass sich beide Klassen beiden gemeinsamen Ausflügen näherkamen und neue Beziehungen geknüpft wurden. So sollte eine Klassenfahrt sein! Die SchülerInnen der H9b und R9c wild gemischt. Am nächsten Tag ging es müde, aber zufrieden wieder zurück nach Hause.