Autorenlesung an der Bardoschule

Am 21.09.2021 besuchte die Autorin Iris Lemanczyk die Bardoschule und stellte ihr Buch „Brennesselhaut“ den 10. Klässlern vor. Die Schüler hörten die ganze Zeit gespannt und aufmerksam zu. Dies motivierte die Autorin wohl dazu, mehr von sich aus zu erzählen. Iris Lemanczyk scheint ein netter, offener und zielstrebiger Mensch zu sein, wie sich gleich rausstellt. Dieses Buch handelt nämlich von einer wahren Geschichte aus dem zweiten Weltkrieg. Auch die Charaktere waren alle echt. Um dieses Buch zu schreiben, unterhielt sich Lemanczyk mit den Menschen, die … Sehr viel erzählt wurde ihr von Hildegart, die in einer Gaskammer überlebt hat. Hildegart und Lemanczyk trafen sich nur an einem Nachmittag. Zuerst sollte Hildegart der Hauptcharakter sein, was sich dennoch im Laufe der Jahre anders entwickelt hat, um die Geschichte altersgerecht zu machen. Sonst wäre es wohl zu furchteinflößend.                                                                                    

 

All die Gespräche waren schon ziemlich zeitaufwendig. Aber das Buch zu schreiben war das Anstrengendste für Iris Lemanczyk. Sie fand, dass die Geschichte sich nicht gut anhörte und hörte daraufhin auf, an dem Buch weiterzuarbeiten. Jahrelang lag das Buch nur rum, bis sie es wieder versuchte. Aber auch dieses Mal erfolglos. Jahre vergingen und in der Zwischenzeit schrieb sie viele andere Bücher. 2020 in Corona-Zeiten fand sie das Buch wieder und entdeckte den Fehler. Anschließend verbesserte sie es und schrieb es fertig. Im Dezember 2020 erschien es dann nun endlich. 8 Jahre hat es insgesamt gedauert, um dieses spannende Buch fertig zu schreiben. Und es hat sich gelohnt. Denn das Ergebnis lässt sich zeigen.     

 

Vor dem Hintergrund wahrer Begebenheiten um den Sinto-Jungen Kajetan und seine Jugendfreundschaft mit Heiner Geissler entspinnt sich die Geschichte einer Kindheit, die im Deutschland der 40er Jahre zunehmend zum Alptraum gerät.        

 

Aus der Sicht von Kajetan können die Jugendlichen nachempfinden, was die Sinto-Menschen in dieser Zeit erlebt haben. Ich denke, dass Iris Lemanczyk während den vielen Lesungen gemerkt hat, wie erstaunt die Schüler waren und wie wenig sie doch über den zweiten Weltkrieg wussten. Die Geschichte darf nicht vergessen werden. Die junge Generation möchte und muss davon unbedingt erfahren. Wir wünschen Iris Lemanczyk noch viel Glück und Erfolg auf ihrem Weg!

Eure Schülerzeitung: Mühlhans Lluvia